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3 gründe für
einfache sprache
hier will ich darauf eingehen, warum einfache sprache sowohl für gedruckte texte wie auch für webtexte ein gewinn ist.
leseforschung
einfache sprache und leichte sprache sind genau definierte begriffe. sie orientieren sich an der neuesten leseforschung. einfache sprache entspricht der standardsprache, verzichtet aber auf fremdwörter und komplizierte satzstrukturen. mit dem gebrauch der einfachen sprache schliessen wir also fremdsprachige oder legasteniker:innen nicht aus.
leichte sprache geht noch weiter. sie umfasst ein komplexes regelwerk, das neben dem sprachgebrauch auch die typographie umfasst. menschen mit einschränkungen sollen inhalte vereinfacht verständlich gemacht werden. barrierefreiheit heisst das schlagwort.
lesetempo
das lesetempo am bildschirm ist deutlich höher als auf papier. Wir überfliegen oder «scannen» dem text und suchen nach für uns relevanten begriffen. die verwendung von leichter sprache kommt so auch viellesern und vielleserinnen entgegen.
beim lesen am computer klickt man schnell weg, wenn erwartungen nicht erfüllt werden. der verständliche inhalt und weniger die stilistische form oder originelle ausschmückung steht im fokus. einfache sprache hilft, die Textaussage in den vordergrund zu stellen.
mit dem gebrauch der einfachen sprache ermöglichen wir also ein schnelleres auffinden des gewünschten inhalts.
leseverständnis
bei nicht literarischen texten im web oder auf papier suchen die lesenden nach informationen. ist der text klar verfasst und gut strukturiert, werden sie schneller fündig und haben ein erfolgserlebnis.
zudem ist es ein zeichen von kompetenz, einen komplexen sachverhalt einfach darzustellen. bei gar komplizierten texten (nicht zu verwechseln mit komplexen sachverhalten) kommt schnell der verdacht auf, der verfasser oder die verfasserin möchte mit seiner oder ihrer intelligenz angeben.
mit dem gebrauch der einfachen sprache fokussieren wir uns also auf die aussage des textes.
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